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Ohne DSGVO kein sicheres Hosting: Warum das Fundament entscheidend bleibt

Gesundheitsdaten unterliegen dem strengsten Datenschutz der EU. Artikel 9 DSGVO verlangt, dass Hosting-Umgebungen Verschlüsselung, Integrität, Verfügbarkeit und regelmäßige Sicherheitsprüfungen gewährleisten. Nur wer hier konsequent handelt, sichert Vertrauen und Marktzugang.

News von Michael Grüterich

Die digitale Transformation verändert das Gesundheitswesen grundlegend. Anwendungen werden vernetzter, Datenmengen wachsen und digitale Plattformen übernehmen zentrale Funktionen in Versorgung, Forschung und Verwaltung. Gleichzeitig wächst die Verantwortung, sensible Informationen zuverlässig zu schützen und gesetzeskonform zu verarbeiten.

Zentrale rechtliche Grundlage für den Umgang mit sensiblen Daten

Damit rückt das Hosting von Gesundheitsdaten zunehmend in den Fokus – nicht nur als technische Entscheidung, sondern auch als strategischer Compliance-Faktor. Trotz neuer Anforderungen, zusätzlicher Standards und nationaler Sonderregelungen gilt dabei unverändert: Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) bildet das rechtliche Fundament für sicheres und regelkonformes Hosting, da Gesundheitsdaten zu den besonders schützenswerten „besonderen Kategorien personenbezogener Daten“ gehören (Art. 9 DSGVO), deren Verarbeitung grundsätzlich verboten ist, es sei denn, es gibt strenge Ausnahmen und Einwilligungen. Dies erfordert höchste Sicherheitsstandards, strenge technische und organisatorische Maßnahmen (TOMs) sowie klare Auftragsverarbeitungsverträge, um massive Bußgelder und Vertrauensverlust zu vermeiden und die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen zu schützen, die bei Missbrauch schwerwiegende Folgen haben können.

Grundlage für weitere Standards und Nachweise

Die DSGVO definiert verbindliche Anforderungen an die Erhebung, Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung personenbezogener Daten. Für Hosting-Anbieter und Betreiber digitaler Lösungen bedeutet das: Sicherheit, Transparenz und Datenschutz müssen von Anfang an technisch und organisatorisch mitgedacht werden.

Gerade bei sensiblen Daten – etwa Gesundheits-, Forschungs- oder Kundeninformationen – stellt die DSGVO hohe Anforderungen an Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit. Diese Prinzipien bilden die Basis aller weiteren Sicherheits- und Compliance-Maßnahmen.

Viele weiterführende Anforderungen bauen direkt auf der DSGVO auf. Zertifizierungen wie ISO 27001, nationale Vorgaben oder Prüfungen wie das BSI C5-Testat konkretisieren die DSGVO-Anforderungen, ersetzen sie aber nicht. Wer DSGVO-konform hostet, schafft damit die Voraussetzung für weitergehende Compliance.

DSGVO ist Pflicht – kein Wettbewerbsvorteil

Wichtig zu verstehen: DSGVO-Konformität ist kein „Nice-to-have“, sondern eine gesetzliche Mindestanforderung. Unternehmen, die Cloud- oder Hosting-Lösungen einsetzen, müssen diese Anforderungen erfüllen – unabhängig von Branche oder Unternehmensgröße. Im Gesundheitswesen ist sie zugleich der Maßstab für Vertrauen und Rechtssicherheit.

Wichtigkeit für das Hosting

  • Auftragsverarbeitung: Der Hoster wird zum Auftragsverarbeiter und muss die DSGVO-Anforderungen erfüllen, auch wenn er nicht direkt mit Patienten interagiert.
  • Sicherheit: Es müssen höchste technische Sicherheitsstandards (TOMs) gewährleistet werden, um Daten vor unbefugtem Zugriff, Verlust oder Zerstörung zu schützen.
  • Datenlokalisierung: Bei Cloud-Diensten muss geklärt werden, ob Daten in der EU oder in Drittländern (z.B. USA) verarbeitet werden, was zusätzliche Anforderungen nach sich zieht (z.B. EU-U.S. Data Privacy Framework Zertifizierung).
  • Vertrauen: Die Einhaltung schützt nicht nur die Patienten, sondern stärkt auch das Vertrauen in das Gesundheitssystem.
„Vertrauen entsteht nicht durch Versprechen, sondern durch nachweisbare Compliance. Die DSGVO ist und bleibt der Ausgangspunkt für sicheres Hosting im Gesundheitssektor.“
Markus Tusche, Geschäftsführer von TWT Digital Health

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