Gesundheitsdaten unterliegen dem strengsten Datenschutz der EU. Artikel 9 DSGVO verlangt, dass Hosting-Umgebungen Verschlüsselung, Integrität, Verfügbarkeit und regelmäßige Sicherheitsprüfungen gewährleisten. Nur wer hier konsequent handelt, sichert Vertrauen und Marktzugang.
27.01.2026 News von Michael Grüterich
Die digitale Transformation verändert das Gesundheitswesen grundlegend. Anwendungen werden vernetzter, Datenmengen wachsen und digitale Plattformen übernehmen zentrale Funktionen in Versorgung, Forschung und Verwaltung. Gleichzeitig wächst die Verantwortung, sensible Informationen zuverlässig zu schützen und gesetzeskonform zu verarbeiten.
Damit rückt das Hosting von Gesundheitsdaten zunehmend in den Fokus – nicht nur als technische Entscheidung, sondern auch als strategischer Compliance-Faktor. Trotz neuer Anforderungen, zusätzlicher Standards und nationaler Sonderregelungen gilt dabei unverändert: Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) bildet das rechtliche Fundament für sicheres und regelkonformes Hosting, da Gesundheitsdaten zu den besonders schützenswerten „besonderen Kategorien personenbezogener Daten“ gehören (Art. 9 DSGVO), deren Verarbeitung grundsätzlich verboten ist, es sei denn, es gibt strenge Ausnahmen und Einwilligungen. Dies erfordert höchste Sicherheitsstandards, strenge technische und organisatorische Maßnahmen (TOMs) sowie klare Auftragsverarbeitungsverträge, um massive Bußgelder und Vertrauensverlust zu vermeiden und die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen zu schützen, die bei Missbrauch schwerwiegende Folgen haben können.
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Die DSGVO definiert verbindliche Anforderungen an die Erhebung, Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung personenbezogener Daten. Für Hosting-Anbieter und Betreiber digitaler Lösungen bedeutet das: Sicherheit, Transparenz und Datenschutz müssen von Anfang an technisch und organisatorisch mitgedacht werden.
Gerade bei sensiblen Daten – etwa Gesundheits-, Forschungs- oder Kundeninformationen – stellt die DSGVO hohe Anforderungen an Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit. Diese Prinzipien bilden die Basis aller weiteren Sicherheits- und Compliance-Maßnahmen.
Viele weiterführende Anforderungen bauen direkt auf der DSGVO auf. Zertifizierungen wie ISO 27001, nationale Vorgaben oder Prüfungen wie das BSI C5-Testat konkretisieren die DSGVO-Anforderungen, ersetzen sie aber nicht. Wer DSGVO-konform hostet, schafft damit die Voraussetzung für weitergehende Compliance.
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Compliant Hosting steht für Sicherheit, Vertrauen und regulatorische Konformität. Gerade im Gesundheitswesen müssen personenbezogene Daten jederzeit gesetzeskonform verarbeitet werden. Lesen Sie, was Anbieter jetzt wissen müssen – von DSGVO und ISO 27001 bis hin zu BSI C5 und EHDS.
Wichtig zu verstehen: DSGVO-Konformität ist kein „Nice-to-have“, sondern eine gesetzliche Mindestanforderung. Unternehmen, die Cloud- oder Hosting-Lösungen einsetzen, müssen diese Anforderungen erfüllen – unabhängig von Branche oder Unternehmensgröße. Im Gesundheitswesen ist sie zugleich der Maßstab für Vertrauen und Rechtssicherheit.
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Markus Tusche, Geschäftsführer+49 6221 822054markus.tusche(at)twt-dh(dot)de
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